MKG, AG Bauer

Tumorzellen entziehen sich dem Einfluss des Immunsystems. Der Student / die Studentin wird sich in Zusammenhang mit Zelladhäsion und Gewebsintegrität mit einem Rezeptor auf Tumorzellen beschäftigen, welcher maßgeblich für die Abschwächung der Immunantwort während der oralen Tumorgenese ist. Das Projekt wird in vitro mit Zelllinien durchgeführt, welche ein spezifisches Adhäsionsmolekül exprimieren. Ein Zusammenhang zwischen Adhäsionsfähigkeit und Immunmodulation soll untersucht werden.
Nach einer Einarbeitung soll  der Student oder die Studentin das Projekt weitestgehend selbständig bearbeiten. 

 

Zelladhäsionsmoleküle verändern sich mit zunehmender Größe des Tumors. Durch den Einfluss von Hypoxie werden unterschiedliche Vorgänge in Gang gebracht, welche das Überleben des Tumors fördern. Unter anderem verändern sich in der Tumorumgebung die Proteinmengen, deren Glykosylierung und Prozessierung und somit die Funktion. Der Student / die Studentin untersucht im 3D Tumormodell den Einfluss verschiedener Tumorgrößen und den Einfluss von Hypoxie auf die Veränderung spezifischer tumorassoziierter Proteine.

 

MKG, AG Morsczeck

Unsere Arbeitsgruppe untersucht adulte Stammzellen des dentalen Follikels (DFVs). DFVs sind die Vorläuferzellen des Zahnhalteapparates und eine mögliche Quelle für zukünftige, zelluläre Therapien in der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Untersucht werden in unserer Arbeitsgruppe die molekularen Mechanismen von DFVs während der Differenzierung in Osteoblasten, um die Bildung von spezialisierten Zellen aus DFVs besser steuern zu können. Es wurden bereits verschiedene Faktoren gefunden, wie z.B. das Parathyroid hormone-related protein (PTHrP). Während des Praktikums soll nun die Expression und die mögliche Funktion von PTHrP für die osteogene Differenzierung von DFVs untersucht werden

Experimentelle Orthopädie, AG Grässel

Die Frakturheilung ist ein Prozess der in mehreren Phasen abläuft. In den meisten Fällen kommt es dabei zur Entstehung einer knorpeligen Matrix, dem Softkallus. Dieser dient im Heilungsverlauf als Stützgewebe, um den Frakturspalt zu stabilisieren. Mesenchymale Stammzellen differenzieren zu Chondrozyten, die den knorpeligen „Softkallus“, bestehend aus extrazellulären Matrixmolekülen wie z.B. Kollagen II und Proteoglykanen, bilden. Gleichzeitig differenzieren Vorläuferzellen zu Osteoblasten und generieren dort, wo stabile Bedingungen herrschen, eine kalzifizierte, knöcherne Matrix. Die Chondrozyten beginnen schließlich zu hypertrophieren, geben Kalzium in die umliegende Matrix ab, die daraufhin mineralisiert. Neue Blutgefäße und Nervenfasern beginnen in den Kallus einzuwachsen. Die Zahl aktiver Osteoblasten, welche den Softkallus umbauen, nimmt zu und es entsteht der sogenannte kalzifizierte „harte Kallus“, der noch nicht gänzlich die mechanischen Eigenschaften des ursprünglichen Knochens besitzt. Zuletzt wird der „harte Kallus“ durch Osteoklasten, die Knochenmatrix abbauen, und Osteoblasten, die lamellaren Knochen bilden, wieder zu einem mechanisch voll belastbaren Knochengewebe umgebaut. Ein wichtiger Faktor für den Heilungsprozess ist der Einfluss des sympathischen und sensiblen Nervensystems. Sympathische Nervenfasern enthalten katecholaminerge Neurotransmitter wie Adrenalin und Noradrenalin (NA), welche ihre Signale über alpha- und beta-Adrenorezeptoren übertragen. Substanz P (SP) ist ein wichtiger Neurotransmitter des sensiblen Nervensystems, er vermittelt seine Effekte über Neurokinin 1 Rezeptoren.

Experimentelle Unfallchirurgie, AG Docheva

Im Labor für experimentelle Unfallchirurgie erforschen wir die Grundlagen und Zusammenhänge der Erkrankungen des Bindegewebsapparates. Unser Hauptbereich ist die Regenerative Medizin des Knorpels, der Sehnen und Menisken. Die Schlüsselkomponenten der Regenerative Medizin sind die optimalen Kombinationen von Stammzellen mit Biomaterialien die die native Bindegewebe extrazellulare Matrix (ECM) mimizieren. Biomaterialforschung und die Frage der biologischen Kompatibilität von Biomaterialien sind wichtige Aspekte dieses Prinzips. Im Rahmen des Projektes wird der / die Studierende in den Produktionsvorgang eines biologisch abbaubaren porösen Biomaterials (ECM) eingewiesen und wird selbst Probenstücke davon herstellen. Die ECM wird mit adulten, mesenchymalen Stammzellen aus verschiedenen Geweben (Knochenmark, Sehnen, Knorpel und Menisken) besetzt und einige Tage in vitro kultiviert. Mit Tests für die Vitalität / Stoffwechselaktivität, für die Apoptose und mit der DNA Bestimmung werden Informationen über den Zustand der Zellen im Biomaterial gewonnen.

 

Kieferorthopädie

Unsere Arbeitsgruppe „Experimentelle Kieferorthopädie“ untersucht mittels zellbiologischer, molekularbiologischer und tierexperimenteller Methoden verschiedene Aspekte der kieferorthopädischen Zahnbewegung und die Entwicklung des Schädels. 

Wir danken Ihnen für Ihr Interesse und freuen uns über eine mögliche Zusammenarbeit!

Das Team der „Experimentellen Kieferorthopädie“


Dr. med. dent. Christian Kirschneck